2019년 12월 7일에 무대에 올라간 도니제티의 오페라 루치아 사진입니다.


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출처" https://www.theater-kiel.de/oper-kiel/repertoire/produktion/titel/lucia-di-lammermoor



PRESSESTIMMEN

* Koloraturgewandtheit und gleißende Höhe (09.12.2019)

Die in New York ausgebildete koreanische Sopranistin (Hye Jung Lee, Anm. d. Red.) hat, das war zu erwarten, die Koloraturgewandtheit und gleißende Höhe für die virtuosen Belcanto-Kapriolen. [...] Aber vor allem begeistert die Sopranistin mit warmherzig flutenden Piano-Tönen und erlesenen Pianissimi – und entsprechend inniger Ausdrucksintensität. [...]
In den faszinierend bunt changierenden Farbkreisen, Lichtwänden und -Kegeln, die der Designer George Tellos da in perfekter Zusammenarbeit mit Martin Witzels Beleuchter-Team in den schottischen Hochmoor-Nebel auf der leeren Bühne schießt, assoziiert man mehrfach faschistische Formationen. Aus ihnen heraus werden Akteure auf der Drehbühne spannungsvoll in Front gebracht oder aus dem (von Lam Tran Dinh wieder glasklar einstudierten) Chor herausgeschält.  [...]
Der hier bestens koordinierte, aller hässlichen Realität entrückte Dialog von freischwebender Solo-Flöte (Ursula Freimuth) und irrlichternder Lucia-Stimme in der Wahnsinnsszene lässt niemanden kalt. Riesenjubel für Hye Jung Lee, kein Widerstand gegen die arg schematische, aber großartig »erleuchtete« Inszenierung.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk


* Das Drama auf das Wesentliche gebündelt (09.12.2019)

In einer puritanisch geprägten Inszenierung und Ausstattung von Paris Mexis fand am Wochenende die Premiere der »Lucia di Lammermoor« aus der Feder von Gaëtano Donizetti im Kieler Opernhaus statt. Kein opulentes Bühnenbild, sondern lediglich geometrische Figuren als Zeichen der Sachlichkeit und farbige Lichtgestaltung von Georg Tellos verengen und öffnen die Räume im Kopf, regen die Fantasie an, bündeln das Drama auf das Wesentliche. Regisseur Mexis wollte nach eigenen Worten die Geschichte vom historischen Hintergrund befreien und »sie stattdessen in einen ausgeklügelten Rahmen aus Farbe, Form, Platzierung und Gestik« setzen.
In der Tat: Das emotionslose Handlungsumfeld, also der grau gekleidete und unbeweglich auftretende Opernchor, aber auch die Hauptakteure begegnen der sensiblen Lucia mit absoluter Strenge, keinen Widerspruch duldend ohne Empathie. [...]
Ihre Rolle verkörpert die Sopranistin Hye Jung Lee in vollendeter Weise. In ihrer feinen Stimme liegt große und ergreifende Überzeugungskraft. Insbesondere in der gefürchteten »Wahnsinnsarie« schmelzt sie unaufdringlich und traumselig dahin, als ob sie in den Armen ihres Liebsten wäre, steigert sich ins überirdisch Verklärte, um von diesem herzzerreißenden und unter die Haut gehende höchsten Ton der dreigestrichenen Oktave zusammenzustürzen.

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung - Werner Bodendorff


* Hinreißende Musik (08.12.2019)

Entsprechend rollengerecht agieren die Solisten, als wollten sie auch ihre Sängerqualitäten ganz in den Dienst des Regiekonzeptes stellen. Tomohiro Takada präsentiert sich als disziplinierter Kammersänger und führt als Enrico mehr seine ausgereifte Bariton-Kultur und weniger entschlossenen Ausdruckswillen vor. Yoonki Baek stellt sich überzeugend den tenoralen Herausforderungen der heiklen Edgardo-Partie. Höchsten Respekt erwirbt sich Hye Jung Lee in der Titelrolle. Denn ihre Lucia verzichtet klug auf jede großartige Diven-Attitüde und bleibt leidende Kindfrau, nicht auftrumpfend mit der Virtuosität der Wahnsinn-Koloraturen, sondern sensibel in der Darstellung ihrer Gefühlsverwirrung. Ivan Scherbatyh bringt als Raimondo zuverlässige Bass-Stabilität mit, Michael Müller-Kasztelan absolviert mit Noblesse den kurzen, aber anspruchsvolle Auftritt als Arturo. Harmonisch fürgen sich Margaret Newcomb und Fred Hoffmann ins Ensemble ein. [...]
Wer sich von der Musik hinreißen und von den doppelt tödlich endenden Konflikten gefangen nehmen lässt, wird nicht anders können, als sich Hals über Kopf in dieses Dramma tragico zu stürzen.

Hansen & Munk - Christoph Munk


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